Online-News zu Smart Metering in Deutschland

VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer im Januar 2010 auf dem AAL-Kongress (Foto: AAL-ready.org)
Frankfurt/Berlin, 03.08.2010-10:00 - Geräte, die miteinander kommunizieren und den Alltag im Haushalt vereinfachen und sicherer gestalten - so sieht die Zukunft des Wohnens im Zuhause 2.0 aus.
"Intelligente Heimvernetzung" ermöglicht altersunabhängig selbstbestimmtes Wohnen, senkt den Energieverbrauch und steuert automatisch die gesamte Haustechnik, dies beschreibt die gleichnamige Studie des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE).
Das Zukunftspotential dieser Technologien bestätigt auch die repräsentative Studie des VDE "Verbraucherschutz bei Elektroprodukten", die unter 1.000 Bundesbürgern durchgeführt wurde. 16,7 Prozent der Bundesbürger können sich bereits heute vorstellen, Heimvernetzung in ihrer Wohnung oder in ihrem Haus umzusetzen. Vor allem junge Menschen stehen der Heimvernetzung positiv gegenüber: Für 21 Prozent der Unter-34-Jährigen ist die Möglichkeit, seine elektrotechnischen Geräte im Haus über Display, PC oder unterwegs mobil mittels smart phone zu steuern und zu überwachen, bereits zum jetzigen Zeitpunkt interessant. Bei den Über-55-Jährigen sind es hingegen nur 10 Prozent. 24 Prozent der Bundesbürger würden es als Erleichterung empfinden, den Großteil der elektrotechnischen Geräte im Haushalt nur noch über Bedienungseinrichtung zu steuern.
Fast jeder fünfte Befragte - 19 Prozent - zwischen 35 und 54 Jahren kann sich vorstellen, in den nächsten fünf bis zehn Jahren seinen Wohnraum per Ferndiagnose mit automatischen Alarmsystemen überwachen zu lassen und dafür Geld auszugeben. Darin verdeutlicht sich die Tendenz zur Akzeptanz technischer Systeme zur Alltagsunterstützung. Dennoch müssen die Ängste vieler Verbraucher ernst genommen werden. So stimmen 51 Prozent der Befragten über 55 Jahre der Aussage zu, Bedenken zu haben, die Kontrolle über die neuen Technologien zu verlieren. Bei den unter 34-Jährigen sind dies nur 31 Prozent. Allerdings herrscht noch Skepsis bezüglich der Datenschutzproblematik. 36,9 Prozent der Befragten haben aus Datenschutzgründen Vorbehalte gegenüber der elektronischen Vernetzung im Haushalt.
Vernetztes Zuhause 2.0 auf der IFA 2010 in Berlin
Intelligente Heimvernetzung beinhaltet Haustechnik, Steuerung der Haushaltsgeräte, Energiemanagement durch Smart Metering sowie Vernetzung der Consumer Electronic und IT-Netzwerke und letztendlich die Erschließung neuer Dienstleistungen wie Ambient Assisted Living (intelligente Assistenzsysteme) und Telemonitoring. Unter dem Motto "Die Zeit ist reif" können sich Verbraucher und Fachpublikum von den Möglichkeiten vernetzten Wohnens und Lebens im Zuhause 2.0 auf der IFA (3. bis 8. September 2010 in Berlin) überzeugen. Im Bereich TecWatch, Halle 8.1. präsentiert der ZVEH (Zentralverband der Deutschen Elektro und Informationstechnischen Handwerke) zusammen mit dem VDE und dem ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) ein komplett vernetztes Haus.
Die demographische Entwicklung und Trends in Richtung zur individualisierten Gesellschaft werden die rasche Marktentwicklung intelligenter Heimvernetzung laut der VDE-Studie "Intelligente Heimvernetzung" begünstigen. Ältere Menschen werden durch entsprechende Technologien in ihren alltäglichen Handlungen unterstützt und können dadurch länger selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung leben. Telemonitoring ermöglicht bei Erkrankungen eine Fernbetreuung des Patienten, zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das zunehmende Umweltbewusstsein der Gesellschaft führt zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Energie. Smart Metering verschafft dem Verbraucher die Möglichkeit einer intelligenten Energieverbrauchsteuerung in seinem Haushalt. Zukünftig werden Haushaltsgeräte dann Strom vom Netz ziehen, wenn er besonders günstig ist. Wärmepumpen und Batterien von Elektroautos lassen sich zum Speichern und Glätten von Lastspitzen ins Netz einbeziehen.
Die intelligente Heimvernetzung steigert damit den persönlichen Komfort sowie die Sicherheit und verbessert die Kommunikationsmöglichkeiten. Smart Home, die neue Generation der Haussteuerung, steuert Licht, Rollläden, Jalousien, Heizung und Klimatisierung automatisch und hilft damit den Bewohnern, ihren Alltag komfortabel und bequem zu gestalten. Zukünftig verbindet die Haussteuerung die komplette Gebäuderegelung mit nützlichen Informations- und Entertainmentfunktionen. Hierbei steht insbesondere die Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Bis 2014 werden 75 Prozent der deutschen Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsnetzen ausgestattet sein. Daneben steigt der Konsum von Consumer Electronic, also Flachbildschirmen, Digitalkameras, Spielekonsolen und anderen Geräten. (GS)
Weitere Informationen zur intelligenten Heimvernetzung gibt es beim VDE Messeauftritt, Stand 26 in Halle 8.1.
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VDE-Studie "Elektrofahrzeuge"
Der Frankfurter Technologieverband VDE e.V. hat vor Kurzem eine neue Studie zum Thema Elektroautos vorgelegt und dabei unter anderem mehr Investitionen in die Elektromobilität gefordert. Laut dem Verband besitzt Deutschland das Potential Innovationsführer im Bereich E-Mobility zu werden.
Am 8. und 9. November 2010 bewerten außerdem auf dem VDE-Kongress "E-Mobility: Technologien - Infrastruktur - Märkte" in Leipzig rund 1.500 Experten der Elektro-, IT-, Automobil- und Energiebranche Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft.
Die Studie mit dem vollständigen Titel "Elektrofahrzeuge - Bedeutung, Stand der Technik, Handlungsbedarf" haben führende Experten der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (ETG) erarbeitet. Die Untersuchung kann für 250 Euro im InfoCenter unter www.vde.com bestellt werden. Für VDE-Mitglieder ist sie kostenlos.
Elektromobilität als Kernthema auf dem VDE-Kongress 2010

Die intelligente Vernetzung von Elektroauto, IT-, Strom- und Verkehrsnetz ist Schwerpunktthema des VDE-Kongresses „E-Mobility“, dem wichtigsten Jahresereignis auf diesem Gebiet in Deutschland vom 8. bis 9. November 2010 in Leipzig.
Unter dem Motto „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ treffen Experten und Entscheider der Elektro-, IT- und Automobil-Branche, Wissenschaftler und Nachwuchskräfte von Hochschulen, Politik und Medien.
Die Fachtagung der Energietechnischen Gesellschaft im VDE
(ETG) steht dabei unter dem Motto „Smart Cities“ und beschäftigt sich mit der intelligenten Infrastruktur für Elektromobilität und intelligenten Verteilungsnetzen (Smart Meter/ Smart Grid).
Portel.de hat zum Themenbereich E-Auto sein neues Thenportal gestartet unter http://www.E-Mobility-21.de