Online-News zu Smart Metering in Deutschland

(Grafik: Rheinernergie/E-Mobility-21.de)
Frechen/Köln, 03.09.2010 - 'Neuer Antrieb' - unter dieses Schlagwort hat die Rheinenergie ihre Aktivitäten rund um das Thema Elektromobilität gestellt. Der Ladevorgang wird dabei per Handy gestartet.
In der vergangenen Woche eröffnete der Energieversorger im Beisein von Landeswirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger ihre erste öffentliche Stromtankstelle im Rhein-Erft-Kreis an der Ernst-Heinrich-Geist-Straße 5 in Frechen. An zwei speziellen „Ladesäulen“ können vier Fahrzeuge gleichzeitig ihre Antriebsbatterien aufladen. Der für die Fahrzeugladung bereitgestellte Strom stammt aus Wasserkraft und ist somit klimaneutral.
„Elektromobilität ist ein wichtiges Thema der nahen Zukunft“, sagte Dr.
Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der Rheinenergie, bei der offiziellen Vorstellung der Tankstelle. „Unser Anliegen ist es, dem Strom als Antriebsenergie zum Durchbruch zu verhelfen und die entsprechende Infrastruktur an Ladestellen mit aufzubauen.“
Die RheinEnergie wolle ihren Beitrag dazu leisten, das Fahren mit Strom zügig voranzubringen. „Unsere öffentlichen Tankstellen sind ein erstes sichtbares Zeichen dafür“, so Steinkamp.
Tanken per Handy
Die Stromzapfstellen der RheinEnergie wurden etwas bürgernah „TankE“ getauft. Um dort elektrische Energie zu erhalten, ist eine einmalige Anmeldung über die Internetseite der RheinEnergie erforderlich. Ist diese erfolgt, können Fahrer von Elektroautos jederzeit Strom zapfen. Dafür erhalten sie einen Zugangscode fürs eigene Handy. Wer tanken möchte, schaltet die Ladesäule über Handy frei. An dieser öffnet sich eine Klappe, hinter der die verschiedenen Stromanschlüsse verborgen sind.
Die „TankE“ kann alle derzeit vorhandenen Fahrzeugsysteme versorgen und ist auch für künftige standardisierte Steckersysteme gerüstet. Je nach Fahrzeug- und Batterietyp dauert der Ladevorgang unterschiedlich lange. Während des Ladevorganges ist die Klappe meist wieder geschlossen, um das versehentliche oder absichtliche Ziehen des Steckers zu verhindern.
Nach Berechnungen von Fachleuten kann Fahren mit Strom recht preiswert sein:
Zwischen 30 und 50 Prozent lassen sich im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren einsparen. Bei einer „Tankfüllung“ für rund 150 Kilometer entstehen normalerweise nur einige Euro an Stromkosten. Dafür dauert das Tanken von Strom derzeit noch recht lange, in der Regel mehrere Stunden.
Die Standortwahl erfolgte nicht ganz zufällig: In der Ernst-Heinrich-Geist-Straße 5 eröffnet die Firma e-wolf Cars ihren Geschäftsstandort. Das Unternehmen bietet eine breite Palette an elektrisch betriebenen Fahrzeugen an. Und dort befindet sich auch die Landesgeschäftsstelle NRW des Bundesverbandes Elektromobilität.
Die RheinEnergie engagiert sich beim Thema Elektromobilität auf mehreren
Feldern: Sie selbst setzt bereits einen elektrischen Ford Transit sowie mehrere elektrisch betriebene Motorroller ein. Außerdem arbeitet sie gerade mit Partnern an einem Konzept, das Fahren mit Stromunterstützung auch für jedermann in der Freizeit attraktiv zu machen.
Modellregion Rhein-Ruhr
Vor allem aber ist sie Teil des Projektes „ColognE-mobil“ gemeinsam mit Ford, der Stadt Köln und der Universität Duisburg/Essen. Diese vier Partner sind Teil eines bundesweiten Projektes zur Förderung der Elektromobilität.
In der „Modellregion Rhein/Ruhr“ geht es um Themen wie „City-Logistik“, also Nahbereichslieferung von Gütern. Und es gibt eine breit angelegte Begleitforschung.
Die Aufgabe der RheinEnergie bei diesem Thema besteht darin, eine erste Lade-Infrastruktur im öffentlichen Raum aufzubauen und zu erproben. Es ist eine wichtige Aufgabe herauszufinden, welche Herausforderungen es beim Aufbau einer flächendeckenden Versorgung gibt.
Fahren mit Strom soll so bereits in einigen Jahren Teil des normalen Lebens werden. Nach Hochrechnungen könnten bereits 2020 in der Region Köln und Umland bis zu 20.000 rein elektrisch betriebene Autos rollen. (rs)
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VDE-Studie "Elektrofahrzeuge"
Der Frankfurter Technologieverband VDE e.V. hat vor Kurzem eine neue Studie zum Thema Elektroautos vorgelegt und dabei unter anderem mehr Investitionen in die Elektromobilität gefordert. Laut dem Verband besitzt Deutschland das Potential Innovationsführer im Bereich E-Mobility zu werden.
Am 8. und 9. November 2010 bewerten außerdem auf dem VDE-Kongress "E-Mobility: Technologien - Infrastruktur - Märkte" in Leipzig rund 1.500 Experten der Elektro-, IT-, Automobil- und Energiebranche Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft.
Die Studie mit dem vollständigen Titel "Elektrofahrzeuge - Bedeutung, Stand der Technik, Handlungsbedarf" haben führende Experten der Energietechnischen Gesellschaft im VDE (ETG) erarbeitet. Die Untersuchung kann für 250 Euro im InfoCenter unter www.vde.com bestellt werden. Für VDE-Mitglieder ist sie kostenlos.
Elektromobilität als Kernthema auf dem VDE-Kongress 2010

Die intelligente Vernetzung von Elektroauto, IT-, Strom- und Verkehrsnetz ist Schwerpunktthema des VDE-Kongresses „E-Mobility“, dem wichtigsten Jahresereignis auf diesem Gebiet in Deutschland vom 8. bis 9. November 2010 in Leipzig.
Unter dem Motto „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ treffen Experten und Entscheider der Elektro-, IT- und Automobil-Branche, Wissenschaftler und Nachwuchskräfte von Hochschulen, Politik und Medien.
Die Fachtagung der Energietechnischen Gesellschaft im VDE
(ETG) steht dabei unter dem Motto „Smart Cities“ und beschäftigt sich mit der intelligenten Infrastruktur für Elektromobilität und intelligenten Verteilungsnetzen (Smart Meter/ Smart Grid).
Portel.de hat zum Themenbereich E-Auto sein neues Thenportal gestartet unter http://www.E-Mobility-21.de